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Pfingstkonzert 2026 – Ein besonderes Projekt begeistert das Publikum

Am Pfingstsamstag, den 23. Mai, fand beim Pavillon auf dem überdachten Festplatz von Gossensaß das traditionelle Pfingstkonzert der Vereinskapelle Gossensaß statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten einen abwechslungsreichen und zugleich außergewöhnlichen Konzertabend.

Eröffnet wurde das Konzert von der Jugendkapelle Brennerwind, die das Publikum mit schwungvollen und mitreißenden Stücken auf den Abend einstimmte und einmal mehr ihr musikalisches Können unter Beweis stellte.

Die Vereinskapelle Gossensaß stand heuer vor einer besonderen Herausforderung: Nach dem Abschied von Kapellmeister Klaus Sailer, der die Kapelle zehn Jahre lang leitete, konnte nach monatelanger Suche kein Nachfolger gefunden werden. Um das traditionelle Pfingstkonzert dennoch durchführen zu können, wurde gemeinsam mit dem Nordtiroler Musiklehrer Florian Pranger ein innovatives Projekt ins Leben gerufen.

Drei seiner Dirigierschüler – Sophia Übergänger aus Matrei, Benjamin Kandler aus Obernberg und Mathias Gastl aus Inzing – übernahmen dabei die musikalische Leitung. Jeder von ihnen studierte eigene Konzertstücke mit der Kapelle ein und dirigierte diese beim Konzert. Für die Musikerinnen und Musiker wie auch für das Publikum bot dieses besondere Format eine spannende und abwechslungsreiche Erfahrung.

Den Auftakt des Konzertabends bildete der Konzertmarsch „Uncle Teddy“ von Julius Fucik. Es folgten die Ouvertüre „Die beiden Savojarden“ von Jacques Offenbach sowie der Walzer „Münchner Kindl“ von Karl Komzak, die für klassische und elegante Klangmomente sorgten. Mit „Die lustigen Dorfschmiede“, ebenfalls von Julius Fucik und der unterhaltsamen „Sommerfest-Ouvertüre“ von Florian Pranger wurde das Programm schwungvoll fortgesetzt.

Einen modernen und klanglich eindrucksvollen Akzent setzte das Werk „Into the Storm“ von Robert W. Smith, bevor das Konzert mit dem traditionsreichen Marsch „Graf Zeppelin“ von Carl Teike seinen feierlichen Abschluss fand.

Trotz der wenigen gemeinsamen Gesamtproben zeigte sich die Kapelle in hervorragender Form. Die intensive Probenarbeit, unterstützt durch engagierte Teilproben und den großen Einsatz aller Beteiligten, machte einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb der Vereinskapelle deutlich. Das Publikum zeigte sich begeistert vom besonderen Konzertformat und bedankte sich mit langanhaltendem Applaus. Dieser wurde von der Kapelle selbstverständlich mit zwei Zugaben belohnt.

Besonders erfreulich:
Der Dirigierschüler Benjamin Kandler fand große Freude an der Zusammenarbeit mit der Vereinskapelle Gossensaß und hat sich dazu entschlossen, auch die diesjährigen Sommerkonzerte zu dirigieren. Im kommenden Vereinsjahr wird er schließlich als neuer Kapellmeister die musikalische Leitung der Kapelle übernehmen und gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern den weiteren Weg der Kapelle gestalten.

Fotos © Elena Muehlsteiger:

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